reflektierend

Spirituelle Festival in Hachenburg / Workshops

30. April 2018 / mmh, erst war ich ja misstrauisch: »Spirituelle Festival«, das klingt nach Esoterik und bestimmte Merkwürdigkeiten, die ich nicht verstehe – und »glauben, ohne wahrzunehmen« – daraus hatte ich mich in der Kirche ja schon vor langer Zeit verabschiedet. Aber hier kam es dann anders: Es waren sehr schöne bewegende Tage mit vielen Eindrücken und Begegnungen. Danke an die Veranstalter, die Stadt Hachenburg und das Team um Beate Macht.

Bei den beiden kleinen Workshops, die ich anbot, waren nur wenige Teilnehmerinnen. Wie so oft: Feldenkrais ist nicht Mainstream. Und vielleicht auch deswegen finden sich hier Menschen zusammen, deren Interesse etwas weiter geht: eine innere Motivation, einen tieferen Wunsch, sich wirklich auf etwas Neues einzulassen. Und Feldenkrais hat dieses Potenzial, nämlich einen neuen, oft grundsätzlich anderen Umgang mit sich selbst in Bewegung zu erfahren. Danke den Teilnehmerinnen für die beiden »dichten« Stunden!


vom Tun ins Erleben! / Seminare

10./11. Februar 2018  /  im KulturGut Hirtscheid. »Was machst du denn an diesem Wochenende?« fragte mich Wochen vorher eine Teilnehmerin, bevor sie sich anmelden wollte. Die Frage ging mir nach. Wie entstehen die Inhalte für diese Wochenenden? Und wann? Ich lade nur zu »Bewusstheit durch Bewegung« ein, mehr nicht. Etwa eine Woche vorher fange ich an, mich innerlich damit zu beschäftigen, habe hier und dort Gedanken an bestimmte Bewegungsfolgen, an Aufbau, an Themen, an die Teilnehmer/innen. Am Tag vor dem Seminar nehme ich mir »frei«, gehe in Klausur, bereite das Seminar vor: blättere in Aufzeichnungen, notiere Ideen, liege auf der Matte, gehe Bewegungen nach … und allmählich entsteht eine Struktur, ein Aufbau, ein Beginn, ein Höhepunkt, Pausen, Integrierendes – und irgendwann taucht in diesem Geschehen ein Titel auf, ein Motto, unter dem das Ganze stehen kann: Dieses Mal war es »vom Tun ins Erleben kommen«. Als ich den Teilnehmern am Ende des Workshops sagte, was das Thema gewesen wäre, stimmten sie zu: Genau das war passiert, vom Tun bin ich ins Erleben gekommen. Super! Freut mich! Ein schönes Seminar am schönen Ort. Dank an alle, die es ermöglichten!


reflektierend»Bewusstheit durch Bewegung« im Buddhistischen Kloster

November 2017 / Fünf Tage im Kloster »Buddhas Weg« in Siedelsbrunn/Odenwald. Hier wurde deutlich, wie unterstützend ein Ort für »Bewusstheit durch Bewegung« sein kann: Der freundliche Umgangston, die klaren Regeln in der Gemeinschaft, die Regelmäßigkeit des Tagesablaufs, die Schönheit der Raumgestaltung, einladende Sitzecken … und nicht zuletzt das schmackhafte vegetarische Essen – all das macht es leicht, die Bewegungswachheit von der Matte mitzunehmen in den anderen Teil des Tages. – Und dann gab es auch noch den ersten Schnee!
Dreizehn offene, neugierige, zugewandte Frauen, die sich in diesen wenigen Tagen zu einer vertrauten Gemeinschaft zusammen gefunden hatten, nahmen teil. Es gab viel Humor und Freude, aber auch intensives Nachdenken und Bewegen!
DANKE all denen, die zu diesen Tagen beigetragen haben. An diesen Ort komme ich gern wieder und wieder und wieder. Termine für 2018, siehe Angebote

 


Weiterbildung für Erzieherinnen, Evang. Erwachsenenbildungswerk, Simmern

Oktober 2017 / Zwölf Erzieherinnen rollten auf dem Boden, kamen über die Seite zum Sitzen, ließen sich wieder nieder, gaben nach: spüren, erkunden, ausprobieren von Bewegungen, die sie täglich in ihrer Kita vor Augen haben. Welche äußere Umgebung braucht das Kind, damit es seinem eigenen Bewegungslernen folgen kann? Und welche innere Haltung der Erzieherin – was begleitet und unterstützt unsere Kinder in ihrem autonomen Bestreben sich selbst und die Welt zu erkunden? Was hindert sie? Drei Tage mit diesen Themen, immer wieder angereichert mit Praxisteilen für das Entdecken von eigenen Bewegungsressourcen. Die Teilnehmerinnen waren sich ein einig: Es ist eine Freude, sich selbst in Bewegung kennen zu lernen, den Boden zu spüren, ihn zu nutzen! Mögen sie diese Freude mit den Kindern teilen!
Für 2018 sind weitere Fortbildungen geplant, siehe Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte


Haus Friede, Bad Marienberg

August 2017 / Im Mai d.J. arbeitete ich mit Müttern und ihren etwa sechs Monate alten Babies. In diesem Alter haben wir das Somatische Lernen deutlich vor Augen: Bewegung und Lernen sind eins! In diesem Zusammenhang lernte ich Frau Stehmeier-Denker kennen, die in Bad Marienberg das „Haus Friede“ gegründet hat: ein Zusammenschluss mehrerer Frauen – für Frauen und Familie. Ab September 2017 biete ich dort  donnerstags einen Feldenkrais-Kurs an.
–> hausfriede.com


Ein Wochenende im KulturGut Hirtscheid

August 2017 / Freitagabend und Samstag, intensives Bewegtsein im kleinen Kreis in einem schönen Haus und drumherum die Westerwälder Höhen, Sonne, Wolken, Wind.
Am Ende des Seminars, bei einem Spaziergang, antworteten die Teilnehmer/innen auf die Frage, welche Zutaten es bräuchte, um einen für sie „würdevollen Gang“ zu finden: eine aufgerichtete Mitte / innere Gelassenheit / die Füße am Boden / Offenheit und weiter Brustraum / einen freien Kopf / sich nach oben öffnend, weit … All das war für uns erfahrbar! Dank an alle, die dabei waren, und an Beatrix Binder, deren Initiative diesen Workshop hat entstehen lassen.
–> KulturGut-Hirtscheid


Im Heilsanatorium Casa Medica, Dallau

Juli 2017 / Die Besucher im Casa Medica schätzen vor allem das (medizinische) Dauerduschen unter klarem, nur erwärmten Quellwasser. Als ich vor ein paar Jahren dieses Haus selbst besucht hatte, ahnte ich, dass Feldenkrais sich gut in das Konzept des Hauses eingliedern würde. Dieses Jahr nun bot ich zum dritten Mal eine Sonderwoche „FELDENKRAIS“ an. Der Zuspruch war besonders groß, so dass ich die Gruppe teilte. Diese fünf Tage Feldenkrais zu unterrichten, die in Ruhe und Entschleunigung eingebettet sind, sind für mich eine Freude. Es ist sehr berührend, wie jeder Teilnehmer seinen sehr eigenen Prozess darin gefunden hat. DANKE allen, die dabei waren, und dem Haus für seine „offene Tür“. Nächstes Jahr gerne wieder! –> www.naturheilsanatorim-casamedica.de


Bildungsurlaub im Kloster St. Maria, Esthal/Pfalz

Dezember 2016 / Fünf Tage Bildungsurlaub südlich der Mainlinie, den ich zusammen mit Annette Nesselhauf, Essen, durchführte. Der Rechtsanspruch auf einen Bildungsurlaub (Freistellung vom Arbeitgeber) wird von den Ländern geregelt, so wurde zum Beispiel in Baden-Württemberg diese Möglichkeit erst im März 2015 gesetzlich verankert, in Bayern und Sachsen gibt es ihn bis heute nicht. Aber Ländergrenzen sind ja überwindbar. Die Teilnehmer/innen kamen aus NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen; ebenso übergreifend war das Alter (30 bis Mitte 60) und auch gendermäßig war es fast perfekt ausgewogen (40 Prozent Männer).

Feldenkrais verbindet! Die Arbeit hat das Potential, dass jeder ein Puzzle-Steinchen aus dem breiten Spektrum für sich ergreifen kann: vom liegenden Bewegen in allen möglichen Variationen der Wirbelsäule zum Stehen und Gehen, Präsenz im Raum und draußen in der Natur. Wir vermittelten Biografisches über Moshe Feldenkrais und Hintergrundwissen zum Somatischen Lernen. Wir zeigten den dokumentarischen Film über Eric Kandel, der 2000 den Nobelpreis für Medizin für seine Forschung zum Langzeitgedächtnis erhalten hat (»Auf der Suche nach dem Gedächtnis« von Petra Seeger, Köln.)

Zum ersten Mal waren wir in dem christlichen Kloster St. Maria beherbergt, in einem beeindruckend großen Haus, das in den 1950er Jahren gebaut wurde – eine spannende Architektur, die nüchtern klare Linien hält, warmes Licht durch bunte Scheiben lässt, Leichtigkeit und Großzügigkeit mit strenger Regelmäßigkeit kombiniert.

Vielen Dank an die Teilnehmer/innen, die neugierig genug waren, sich auf diese Tage einzulassen; an das Kloster, die sieben Schwestern und ihrem Team; und an das Bergsträßer Institut für Entspannung und Weiterbildung (BIEK-ausbildung.de), die mit uns zum ersten Mal einen Bildungsurlaub angeboten und sich durch die Vielzahl der gesetzlichen Anforderungen durchgebissen haben.

2017 geht es weiter mit Bildungsurlaub!


Projekt: Expedition & Entwicklung

Oktober 2015 / »Expedition & Entwicklung« ist ein Projekt für Frauen in beruflicher Orientierungsphase, das in Zusammenarbeit mit Anke Hollatz und Yvonne Moch enwickelt wurde. Anke Hollatz begleitet seit über 20 Jahren Menschen, die sich beruflich neu orientieren. Yvonne Moch ist Studentin an der Universität Koblenz in den Fächern Soziologie und Psychologie, sie begleitet dieses Projekt wissenschaftlich. Unsere Grundidee ist, dass Gehen – und zwar über einen längeren Zeitraum und mit sich alleine – viele Aspekte erfahrbar macht, die dann schneller und zielführender zu beruflichen Entscheidungen führen. Salopp gesagt: Fünf Tage mit sich allein in der Natur ersetzt zwanzig Stunden Einzelcoaching.

Wir erarbeiteten ein Konzept für Teilnehmerinnen eines 3-monatigen Berufsorientierungsseminars und haben es im Oktober 2015 ein erstes Mal durchgeführt. Das war spannend und erfolgreich. Im nächsten Jahr geht es weiter!

Gehen – alleine und über eine längere Zeit – fördert Entwicklung. Das ist ja nichts Neues, sondern greift die uralte Idee des Pilgerns auf, die gerade in den letzten Jahren wieder mehr und mehr Menschen »gehen lässt«.

Danke an Anke und Yvonne für die inspirierende Zusammenarbeit! Let´s go on …

Anke Hollatz, IDEALE Spezialisten für Berufsstrategie und Personalentwicklung