für Einzelne

Die Arbeit mit Einzelnen, die Moshé Feldenkrais „Funktionale Integration“ nannte, geschieht in einem nonverbalen Dialog: Der „Schüler“ liegt in bequemer Kleidung auf einer Liege und wird vom Feldenkrais-Lehrer bewegt. Die Bewegungen werden sanft und klar ausgeführt, … auf der Suche nach qualitätsvoller Bewegung: fließend, leicht, zusammenhängend, umkehrbar. Der Schüler ist frei, sich ganz auf das Wahrnehmen der Bewegung einzulassen. Es ist in aller Regel angenehm, so berührt und bewegt zu werden. Und oft überraschend, was an freier, geschmeidiger Bewegung möglich wird.

Eine Analogie macht den Unterschied zwischen Einzel- und Gruppenarbeit vielleicht deutlich: Stell dir vor, du bist in einer fremden Stadt und ein Reiseführer (Feldenkrais-Lehrer) zeigt dir die wunderschönsten Plätze, führt dich von hier nach dort und du folgst und staunst, dieses Plätze wirst du erinnern und wiedererkennen – das entspricht der Einzelarbeit. In der Gruppenarbeit bekommst du eine Wegbeschreibung und fängst an, selbst nach den Wegen zu suchen, du probierst aus, du irrst dich, du findest, du bist überrascht … nach einer Weile aber weißt du, wie du hierher gekommen bist. Du lernst mehr und mehr deine „Bewegungskarte“ kennen!

Ob sich jemand für Einzelarbeit oder für die Gruppenteilnahme entscheidet, ist individuell  unterschiedlich. Manchmal klärt sich das in einem gemeinsamen Gespräch.